Woche 1 - Mittwoch, 8.2.23
Den Mittwoch darf ich in einer Sekundarschule in der Stadt Zürich verbringen. Mit der dortigen SHP habe ich die Ausbildung an der HfH absolviert. Schon während des Studiums habe ich sie in ihrer Schule besucht. Mir fällt sofort auf, dass sich heute viel mehr "Personal" im Klassenzimmer befindet: In der ersten besuchten Klasse, einer Sek B (analog zu unserer Sek G) ist da ein Studierender, der ein Praktikum macht, die Klassenlehrperson, die SHP, eine Assistentin und ich als Besucherin. Die Klassengrösse in der Sek B beträgt höchstens 14 SchülerInnen. Falls nicht eine SHP im Zimmer ist, wird die Klassenlehrperson stets von einer Assistentin/ einem Assistenten unterstützt. Eine Klassenlehrperson ist in einer Sek B nie allein im Zimmer. Der Standort der Schule und die Zusammensetzung der Schülerschaft definiert hier die Massnahmen und deren Umfang, welche den Schülerinnen und Schülern zuteil werden. Die Schule liegt in einem Ballungsgebiet und die Klassen sind stark geprägt von Jugendlichen mit einer anderen Erst- oder Muttersprache als Deutsch. Die Stimmung in der ersten besuchten Klasse ist denn anfänglich etwas eigenartig, da die Schülerinnen und Schüler von so vielen Erwachsenen im Zimmer natürlich unter Dauerbeobachtung stehen. Mit der Zeit wird es jedoch entspannter und die Jugendlichen arbeiten gut mit. In den folgenden Lektionen werden die SHP und die Klassenassistentin als Stellvertretung für eine fehlende Lehrperson eingesetzt. Dies passiert nicht mehr so häufig, da sich das Team SHP der Schule dezidiert dafür eingesetzt hat, dass man sie als Förderlehrpersonen und in der Beratung einsetzt und nicht als "Notlösung" für fehlende Lehrpersonen. In diesem Fall ist es also eine Ausnahme. Das Thema ist Berufswahl und das Erstellen von individuellen Motivationsschreiben dann mit drei Lehrpersonen (mich eingerechnet) auch intensiv, individuell und gewinnbringend für die Schülerinnen und Schüler.
Am Samstag um 15:55 starte ich in mein zweites Afrika-Abenteuer: Für die kommenden sechs Wochen werde ich in Kenia sein. Vier Wochen arbeite ich als Volontärin an der Watu Moja Lee Academy in Nairobi (www.watumojalee.org), dann geniesse ich zwei Wochen Fauna und Flora in verschiedenen Nationalparks und am Meer mit meiner Familie.