Woche 20, Ankunft und Stadterkundung I


Byebye Schweiz! Bom dia, Lisboa!
Donnerstag - Sonntag
Am Donnerstag lande ich früh um ca. 08:00 Ortszeit (also eine Stunde später als in der Schweiz) nach drei Stunden Flugzeit im Flughafen Lisboa. Da meine Mietwohnung erst ab 11:30 Uhr bezugsbereit ist, schlage ich mir die Zeit am Flughafen um die Ohren. Denn mit dem grossen Koffer macht es keinen Spass, schon jetzt auf Stadterkundung zu gehen. Ein paar Tassen Kaffee später bringt mich ein Taxi zur Wohnung im Stadtteil Estrela, in zwei Minuten Gehdistanz vom Estrela-Park entfernt! Die Wohnung ist klein und hübsch und verfügt über eine freundliche Terrasse - perfekt für mich in den nächsten zwei Wochen!
Nun ohne Gepäck mache ich erste Schritte in Lissabon: Einkaufen im Supermarkt als erstes, dann den Weg zur Schule auschecken: Dafür nehme ich das berühmte Elektro-Bähnli Nr. 28 in die Altstadt. Die Haltestelle dafür befindet sich ebenfalls nur in kurzer Gehdistanz, was ich super finde! Auf verschiedenen Umwegen finde ich dann die Schule in der Nähe vom "Principe"-Park. Ich finde eine schöne Garten-Beiz für einen kleinen Zmittag, bevor ich mich zu Fuss auf den Heimweg mache. Da die Stadt auf 7 Hügeln gebaut ist, führt mich mein Weg munter rauf und runter und ich brauche 45 Minuten, bis ich bei 35 Grad schweisstriefend im neuen Zuhause ankomme. So wird das nicht funktionieren! Ricardo, der mir die Schlüssel für die Wohnung übergeben hat, erwiderte schon auf meine Frage, wie ich von Zuhause am besten in die Schule käme, dass werde streng zu Fuss, ausser ich würde um den Hügel herum gehen. Nun weiss ich auch, was er damit gemeint hat! Ich werde seinen Rat befolgen und in den nächsten Tagen eine neue, bessere Strecke finden, auf der ich in 20 Minuten bei der Schule ankomme.
Nach diesem ersten erlebnisreichen Tag gehe ich früh schlafen. Ich freue mich, bis zum Sonntag ankommen zu können, bevor am Montag dann die Schule losgeht. In den kommenden Tagen laufe ich kreuz und quer durch die Innenstadt und versuche herauszufinden, wie ich die Orientierung behalten kann: Es ist schwierig! Ich kann mir jedoch merken, in welchen Strassen das Tram Richtung Estrela fährt - wenn ich den Tramlinien folge, kommt früher oder später auch ein Tram vorbei, das mich mitnimmt und nach Hause bringt. So geht es!
Auf dem Tejo eine Bootstour zu machen, ist eine tolle Idee! Die Stadt zeigt sich in einer weiteren Facette vom Wasser aus und die Tour ist einfach zu buchen. Sie dauert zwei schöne Stunden lang und führt entlang des Ufers bis zum Belém-Turm und dem Vasco Da Gama-Denkmal und wieder zurück. Eindrücklich sind die Hafenkräne und die Fahrt unter der "Kleinen Golden Gate Brücke", der Ponte 25 de Abril, hindurch. Sie ist weltweit die drittlängste Hängebrücke mit einer Gesamtlänge von 2278 Metern und verbindet Lissabon über den Tejo hinweg mit Almada.
Bis am Sonntag kenne ich meinen Heimweg schon sehr gut, fühle mich im Estrela-Park zuhause und zücke ganz selbstverständlich bei der Hausnummer 56 meinen Schlüssel aus der Tasche. Es fühlt sich nun wirklich schon ein bisschen an wie ein Zuhause. Ich bin bereit für den nächsten Schritt: Mein erster Schultag!