Woche 5 - Mittwoch, 8.3.23
Heute ist ein voller Tag. Ich bin in verschiedenen Klassen am Mithelfen, so in der Rechnungsstunde der PP1 (Kleiner Kindergarten), wo ich mit der Würfeldose grossen Erfolg habe. In der 8. Klasse unterrichte ich Englisch und selber lerne ich fleissig mit teacher Suprine Kiswahili. Sie ist eine ehrgeizige Lehrerin und möchte, dass ich mich am Ende des Aufenthalts in der Schule auf Swahili unterhalten kann. Man darf gespannt sein...!
Teacher Wafula lädt mich und Yannic ein, seine Science-Lektion draussen mitzuverfolgen. Die SchülerInnen der 4. Klasse lernen, wie ein Wasserfilter einfach selber hergestellt werden kann. Mit der Betonung darauf, dass aus dem gefilterten KEIN Trinkwasser gewonnen, aber immerhin zum Abkochen bereitgestellt werden kann. Die Kinder sind sehr aufmerksam dabei. Handelnder Unterricht ist einfach super! Mit dem neuen CBC-Schulprogramm steht dies nun als fixer Bestandteil des Unterrichts im Lehrplan. Die SchülerInnen sind stolz, nach der Einführung selber weitere Filter zusammenzustellen und auszuprobieren.












Nachdem gestern ein erstes Treffen der Coaching-Gruppe stattgefunden hat, treffen nach dem Mittagessen die ersten Schülerinnen und Schüler am vereinbarten Treffpunkt im Computerzimmer ein. Die Idee stammt von mir, dass für die langsameren SchülerInnen eine Coachingstunde eingerichtet wird, in welcher sie an ihren individuellen schulischen Schwierigkeiten arbeiten können. Es ist eine Mischung aus Lerncoaching und Lernzentrum, was ich mir vorstelle. Der Schulleiter war bei der Erklärung der Idee sehr begeistert und hat dies direkt umgesetzt. Nun ist er aber heute an einer Sitzung und die erste Coaching-Stunde habe ich kurzfristig also alleine zu bewältigen. Die SchülerInnen erklären zuerst, was ihre Schwachstellen im Unterricht sind. Für die meisten ist das Lesen ein Problem, auch die Rechtschreibung und das Schreiben an sich. Da es keine gemeinsamen Lesebücher gibt, ist es schwierig, kurzfristig ein Lesetraining auf die Beine zu stellen. Ich werde mir da etwas einfallen lassen für das nächste Mal... Dann fange ich sehr niederschwellig mit dem englischen Alphabet an. Schon hier lassen sich die altbekannten Schwierigkeiten mit den Buchstaben e-i-a sowie j-g- h erkennen. Wir machen ein paar Übungen und dann werden Wörter buchstabiert. Die SchülerInnen sind sehr konzentriert dabei. Es freut mich sehr, mit welcher Offenheit auf Ideen von mir reagiert wird und wie ernsthaft die Kinder ihre Aufgaben angehen. Die Arbeitshaltung der meisten ist bemerkenswert!

Erste Coaching-Lektion!